Das Leica APO-Summicron-SL 2,0/75mm ASPH

Da ist es nun also: Das Summicron SL 75 für meine Leica SL. Das soll hier nun gar kein Test werden, oder gar ein Review. Ich bin niemand, der Ziegelwände fotografiert oder Testcharts – ich fotografiere Menschen.

Die Haptik.

Das Schöne an den Leica Objektiven war schon immer, dass sie von der Qualität her so souverän von der Masse der anderen Ojektive am Markt unterscheiden, dass es inzwischen fast legendär ist. Das Spannende bei den SL-Gläsern ist es, dass sie eigentlich auf alles verzichten: Es gibt keine Skalen, keine Fensterchen oder Knöpfe. Es gibt nur eine “75”

Größe und Gewicht

Also gut, wer M Objektive gewohnt ist, den wird Größe und Gewicht der SL Objektive etwas schockieren. Aber klar: Es sind Autofocus Objektive, es ist also ein wenig mehr Technik drin. Die Gläser sind gross, die Materialien hochwertig. Das alles fordert seinen Tribut. An der Leica SL montiert ist das aber plötzlich alles gar nicht mehr so schlimm. Es passt gut zusammen und ist im wahrsten Sinne des Wortes “ausgewogen”

Autofocus

Jaja, ich bin nicht wirklich verwöhnt. Seit Jahren fotografiere ich Menschen mit dem Leica M System. Und in der Vergangenheit auch viel mit Nikon Spiegelreflexkameras – einen Vergleich zu einem spiegellosen Leica System, das zudem recht teuer ist, verbietet sich also. Ausserdem weiss ich natürlich auch, dass es Kameras gibt, die erheblich schneller scharf stellen – aber eben nicht DIESES GLAS! Beim Focussieren an der SL spürt man, dass da Bewegung im Glas ist. ICH finde die Focusgeschwindigkeit auch wahnsinnig gut. Für mein Genre der Fotografie von Menschen ist es mehr als schnell genug. Von Nikon kommend hat mich die Focusgeschwindigkeit des SL Systems vollkommen fasziniert. SO hochwertige Gläser SO schnell zu focussieren, ist beachtlich!

Leica vs. Fuji Fujifilm X-T2 Test

Abbildungsqualität

Kommen wir zum Wichtigsten eines Objektives: Die Bildqualität. Für mich besteht die Bildqualität eigentlich aus drei Faktoren:

1.) Schärfepunkt

Bei der Menschenfotografie sind das meistens die Augen. Und da hat mich die Kombination SL und Summicron SL wirklich erstaunt: Ich habe noch nie einen so hohen Kontrastumfang im Schärfebereich eines Bildes gesehen – und das bei Offenblende (okay, das ist hier “nur” f/2.

2.) Bokeh

Also der Bereich des Bildes in dem es eben NICHT scharf ist. Auch da leistet das Summicron unglaubliches: Das Bokeh des Summicron SL muss sich in keinster Weise hinter dem von f/1.2 oder f/1.4 Objektiven verstecken. Es zeichnet warm und weich, genau so, wie es sich ein Portrait Fotograf wünscht.

3.) Rendering und Hauttöne

Der dritte Punkt: Wie werden besonders Hauttöne gerendert. Hier zählt die Zusammenarbeit zwischen Objektiv und Kamerasensor besonders. Zusammenfassend kann man wohl sagen, dass es atemberaubend schöne Hauttöne rendert.

Fazit

Ja, die Leica SL ist kein Schnäppchen, und die Summicron Objektive sind es auch nicht. Aber die Leistung ist erhaben. Besonders die Zeichung von Haut und Farben, der unglaubliche Kontrast im Schärfebereich, das tolle Bokeh… Die SL und das Summicron sind eine faszinierende Kombination. Ob man es “braucht”? Wenn das immer die Frage wäre, würden wir alle sehr langweilige, immergleiche Leben leben…

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