Traumhochzeit mit Hindernissen

Petra und Gregor hatten alles wunderbar geplant. Bei schönstem Wetter hatte die Braut sogar schon viele tolle Bildideen vor ihrem inneren Auge gesehen, wir Fotografen waren perfekt gebrieft, und kannten jede Location passend zu den Bildideen der Braut aus dem effeff. Doch da war dann auch schon das erste Hindernis: nach vielen warmen und sonnigen Tagen, sollte es ausgerechnet heute aus allen Kübeln regnen… Der morgendliche Anruf beim Brautpaar („blöd, der Wetterbericht hatte wirklich Recht“), und schon stand die Regen-Agenda. „Alles halb so wild“ dachten wir uns, denn wir haben schon so manche Regen-Hochzeit mit wundervollen Bildern hinter uns (und unser zum Glück wasserfestes Equipment) gebracht. Die Locations für das Brautpaarshooting wurden also noch etwas mehr besonders als ursprünglich geplant, schliesslich wollten wir die lange Schleppe von Petras Brautkleid nicht verschmutzen.

Als wäre das Paar (besonders die Braut, denn der von Berufswegen krisenfeste Bräutigam nahm alles mit Humor) nicht schon gebeutelt genug, war dann dummerweise auf dem Weg von der Fotolocation zur Kirche auch noch die Strasse wegen eines Verkehrsunfalles voll gesperrt. Das Brautpaar im Allrad-Audi nahm die Abkürzung über Feldwege, wir mussten weiträumig umfahren – an der Kirche angekommen, wurde schnell klar, was passiert war: Einer der Beteiligten beim Verkehrsunfall war Grabens Pfarrer Thomas Demel – der Pfarrer, der heute unser Brautpaar trauen sollte, und mit dem das Paar auch befreundet ist… Glücklicherweise („Gott sei Dank“?) stellte sich schnell heraus, dass Pfarrer Demel unverletzt war. Klar saß der Schock tief – auch beim Brautpaar Petra und Gregor – trotzdem wurde binnen kürzester Zeit ein „Ersatzplan“ gestrickt: Kurzerhand wurde der geplante Sektempfang schon mal VOR der eigentlichen Trauung abgehalten – nachdem es draussen noch immer regnete, flogen also gleich in der Kirche die Korken. So konnten alle sich schonmal ein wenig warm feiern, bis nach ca. 1,5h Pater Thomas aus Untermeitingen eintraf, um die Trauung zu vollziehen – eine Trauung, die es dank der Vorgeschichte sogar in die Presse geschafft hat (Link zum Artikel in der Augsburger Allgemeinen vom 16.05.2012)

Nach all den Unwegsamkeiten kann sich das Paar vermutlich auf eine vollkommen reibungslose Ehe freuen – was soll denn jetzt noch kommen?

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